Mieten & Wohnen

Der größte Kostenfaktor im Studium ist meist die Miete und die damit verbundenen weiteren Kosten – zumindest wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst. Ein Zimmer in einer WG oder einen Wohnheim ist im Regelfall etwas günstiger, als eine eigene Wohnung. Allerdings schwanken die Preise je nach Standort extrem. Und was ist eigentlich mit den Kosten für Storm und Wasser? 

Hier erfährst Du alles rund ums Thema Mietkosten, Mietvertrag, Nebenkosten und vieles mehr. 

Wie kann man die Miete bezahlen?

Um deine Wohnung finanzieren zu können, kannst du Berufsausbildungsbeihilfe oder BAföG beantragen. Wenn dein Antrag angenommen wird, bekommst du monatlich eine Förderung.  Bei BAföG bekommst du zusätzlich Wohngeld, wodurch du leichter eine Wohnung mieten kannst, ohne große finanzielle Probleme zu bekommen. Allerdings müssen Teile des davon später zurückgezahlt werden und nicht jeder bekommt es. Da das Thema komplex ist, haben wir hierzu eine eigenen Seite gestaltet.
Wenn deine Eltern alles bezahlen hast du Glück. Alternativ kannst du dir auch einen Studentenjob suchen. Häufig läuft die Finanzierung aber auch durch eine Kombination aus allen diesen Möglichkeiten. 

Wie hoch sind die Mietkosten?

Das kommt zum einen darauf an, ob du alleine oder in einer WG wohnst. Viel wichtiger ist aber das Mietniveau deiner Uni-Stadt. Während du in München durchschnittlich mehr als 600 Euro im Monat bezahlst, kannst du im Osten Deutschlands teilweise für ein Drittel des Preises wohnen. Wenn du schon weißt, dass du nicht viel Geld zur Verfügung haben wirst, spielt der Standort und der dortige Mietspiegel eine große Rolle. Diesen kannst du im Internet relativ einfach finden.
Mehr zum Thema Mietkosten findest du z.B. im Ratgeber auf der Seite der Uni-Zeitschrift UNICUM.
Eine Komplettaufstellung gibts beispielsweise auch auf studis-online.de

Was sollte man beim Mietvertrag beachten?

Bevor man überhaupt einen Mietvertrag abschließt, sollte man verschiedene Punkte im Vorhinein geklärt haben. Diese Punkte sollte man beachten:

 

1. Wer ist dein Vermieter?

Wenn du Kontaktdaten vom Vermieter bekommst oder diesen kennenlernen darfst, kannst du Probleme oder Fragen leichter klären und einschätzen, wie er als Vermieter mit dir umgehen wird. Das ist tatsächlich gar nicht so unwichtig, weil viele Mietwohnungen durch Makler oder Hausverwaltungen im Auftrag angeboten werden. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Betrugsmaschen bei denen auf Online-Portalen Wohnungen angeboten werden, die den Personen gar nicht gehören. Wenn du z.B. eine Kaution überweisen sollst, ohne den Mietvertrag persönlich unterzeichnet zu haben, solltest du schnell hellhörig werden. 

2. Mietest du alleine? 

Eine WG zusammen mit Freunden macht in der Regel mehr Spaß und ist zudem günstiger, da man die Kosten teilen kann. Auch eine WG mit Fremden kann eine Option sein. Nimm dir aber etwas Zeit deine Mitbewohner kennenzulernen. Wenn du schon am Anfang merkst, dass ihr nicht auf einer Wellenlänge seid, solltest du lieber weitersuchen. 

3. Wie groß ist deine Wohnung genau?

Brauchst du wirklich eine große Wohnung oder reicht dir eine kleine? Oft reicht als Student eine kleine, günstige Wohnung. Lass dir aber besser keine Besenkammer andrehen. Ein Mindestmaß an Platz wirst du brauchen. Wenn nach Bett, Schrank und Schreibtisch kaum mehr Raum zum Stehen ist, könnte das dann doch zu klein sein. 

4. Was gehört alles zum Mietobjekt?

Bekommst du vielleicht auch eine Garage oder einen Stellplatz? Solltest du ein Auto zur Verfügung haben ist das vor allem dann wichtig, wenn die Parksituation auf der Straße schwierig ist. Informiere die vorher über Anwohnerparkausweise oder Ähnliches. 
Hast du außerdem ein Kellerabteil oder sonstigen Stauraum? Hast du Zugang zum Garten und darfst ihn mitbenutzen? Wenn man etwas mehr Raum zur Verfügung hat, als nur ein enges Zimmer, trägt das viel zur Lebensqualität bei. 

5. Achte auf Kündigungsfristen

Achte genau auf die Bestimmungen zum Kündigen. Im Regelfall sind das drei Monate. Das kann aber abweichen. Außerdem kann es sein, dass dein Mietvertrag befristet ist. Das gilt vor allem für Wohnheime. 

6. Schönheitsreparaturen ja oder nein?

 Muss noch etwas repariert werden, gibt es Schäden oder ist alles einwandfrei? Achte außerdem darauf, wie du die Wohnung nach deinem Auszug übergeben musst. Es kann sein, dass du streichen musst und andere Schönheitsreparaturen durchführen musst. Du solltest außerdem darauf achten, dass bei Einzug ein Übergabeprotokoll angefertigt wird. Das bedeutet, dass Schäden an der Wohnung im Vorfeld vermerkt werden und du im Nachhinein nur Schäden verantworten musst, die durch dich selbst entstanden sind. 

7. Was muss ich sonst noch beachten?

Auch das Kleingedruckte beachten. Achte vor allem darauf, dass du faire Kündigungsfristen hast und dass der Preis nicht zu stark variieren kann. Mieterhöhungen im Laufe der Zeit können im Vertrag festgeschrieben sein. Lese den Vertrag insgesamt gründlich und mehrmals und zeig ihn jemandem, der Erfahrung damit hat, wenn du dir unsicher bist. 

Kalt & Warm

Unterscheide Kalt- und Warmmiete. Die Kaltmiete umfasst die reinen Kosten für den zur Verfügung gestellten Wohnraum. Dazu kommen aber Nebenkosten. Das sind beispielsweise Gebühren für die Müllabfuhr, verschiedene Wartungs- oder Gartenarbeiten und vieles mehr. Der größte Kostenpunkt sind außerdem meist Heizung und Warmwasser, weshalb alles gesammelt auch Warmmiete heißt. Achte außerdem darauf, dass hierzu noch Stromkosten dazu kommen können.

Strom & Wasser

Oft muss man nach dem Abitur in eine andere Stadt zum Studieren. Mit ein bisschen Glück hat man eine gute Wohnung gefunden, doch dann fällt einem ein: Was ist mit Strom und Wasser? Muss ich das irgendwo anmelden? Wie kann ich das anmelden? Muss ich dafür etwas machen oder ist es schon in der Miete enthalten? Strom und Wasser ist für uns etwas ganz Normales, wir sind es gewohnt dass es da ist. Aber wenn man nicht nachfragt, dann weiß man überhaupt nicht, wie das funktioniert oder was man für Strom und Wasser tun muss. Wir verraten dir hier Tipps und erklären dir, was du genau machen musst.

Wasser

In einer Mietwohnung ist Wasser eigentlich ganz einfach zu bekommen, denn es gehört zur Grundversorgung und ist immer vorhanden. Es stellt sich aber die Frage nach den Kosten. Achte darauf, ob sie bereits in die Kaltmiete eingerechnet sind. Ansonsten gehören sie zu den Nebenkosten, die zusammen mit der Kaltmiete die sog. Warmmiete ergeben. 
Beim Einzug solltest du den aktuellen Zählerstand ablesen bzw. den Stand prüfen, falls der Vermieter das bereits getan hat. Entweder hast du einen eigenen Zähler oder es gibt einen einheitlichen Zähler im Keller, sofern mehrere Parteien im Haus wohnen. Die Endabrechnung erfolgt meist auch erst zum Ende des Jahres. Vorher bezahlst du im Regelfall einen geschätzten Pauschalbetrag. Verbrauchst du weniger, bekommst du am Ende des Jahres eine Rückzahlung, verbrauchst du mehr, musst du nachzahlen. Das gilt auch für die Heizkosten und den Strom.

Strom

Strom anzumelden ist etwas komplizierter, aber auch nicht schwer. Auf jeden Fall solltest du rechtzeitig den Strom anmelden, am besten ein paar Wochen vor dem Einzug, da der Wechsel 2-3 Wochen dauern kann. Wenn man es nicht tut, wird man automatisch dem Grundversorger der Region zugesprochen. Das einzige Problem dabei ist nur, dass der Grundversorger meistens teurer ist als ein selbstgewählter Anbieter
Um den Anbieter zu wechseln braucht es nicht viel. Du brauchst nur deine neue Anschrift, deine Zählernummer und Zählerstand und deine Bankverbindung. Damit du nicht zu lange nach einem Anbieter suchen musst, gibt es auch viele Vergleichsseiten im Internet, welche dir helfen können den richtigen Anbieter zu finden. Auf der Vergleichsseite wird dann nach deinem Wohnort, deiner Postleitzahl, den Personen in der Wohnung und nach dem Verbrauch gefragt. Der Verbrauch ist ganz einfach herauszufinden, du kannst dich da einfach an den Durchschnittswerten orientieren. 1 Person Haushalt sind ca. 1600 kWh, 2 Personen Haushalt 2400 kWh, 3 Personen Haushalt 3200 kWh. Die Zahl steigt natürlich mit jedem weiteren Mitglied. Das gibst du dann auf der Vergleichsseite ein. Dort siehst du wie viel du bei deinem Grundversorger bezahlst und darunter zu welchen Anbietern du wechseln könntest. Auch wenn man den billigsten Anbieter hat, sollte man auch darüber nachdenken Strom zu sparen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Eine einfachste ist, die Wohnung mit „intelligenten“ Steckdosen auszustatten. Bei diesen kannst du einen Timer setzen oder per Knopfdruck den Strom ausschalten. Klingt vielleicht seltsam, aber man sollte nicht unterschätzen wie viel Strom Geräte im Stand-by-Modus verbrauchen. Eine andere Möglichkeit ist sogar noch einfacher. Man kann einfach darauf achten, die Waschmaschine und Spülmaschine nur anzuschalten, wenn sie wirklich komplett voll sind, denn damit kann man schon viel Strom sparen.

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Ein paar Tipps zum Strom gibts hier nich im Ratgeber-Video von WDRforyou