Naturwissenschaften

Ein naturwissenschaftliches Studium bringt in der Regel einen sicheren und gut bezahlten Beruf, was zusammen mit dem Gefühl, die Menschheit als Ganzes weiter zu bringen, eine große Motivation sein kann. Da die Zahl an Studiengängen zu groß ist, um sie hier alle vorzustellen, haben wir uns auf drei große Richtungen beschränkt – Biologie, Chemie und Physik.

Allgemeines & Abschlüsse

Vergeben werden Jobs besonders im Bereich der Forschung und in der Industrie.  Wie bei vielen Studienrichtungen wählt man zunächst ein noch recht allgemeines Bachelor-Studium. Das ist zwar schon ein berufsqualifizierender Abschluss, aber es wird ausdrückliche empfohlen, einen weiter spezialisierten Master zu machen. Sogar ein Doktortitel lohnt sich häufig, er ist aber natürlich nicht zwingend nötig. Man sollte aber im Kopf behalten, dass sowohl die Berufschancen, als auch das Gehalt mit höherer Qualifikation beträchtlich steigen. Teilweise werden einige Positionen ohne einen Master-Abschluss sogar ausgeschlossen.

Biologie

 

Die Biologie befasst sich bekanntlich in erster Linie mit der belebten Umwelt. Das macht ein gewaltiges Gebiet aus, dass sich von der Meeresbiologie, über Polarbiologie und Evolutionsbiologie, bis hin zur Mikrobiologie und Genetik, ja sogar zur grenzübergreifenden Biochemie erstreckt. Es werden mittlerweile alle erdenklichen Unterbereiche und Größen des beobachteten Bereiches abgedeckt. Besonders in neueren Gebieten, Mikrobiologie, Genetik und Biotechnik werden große Mengen an Forschungsgeldern freigegeben – privat und staatlich. 


Die großen Vorteile eines Biologisstudiums 

Die großen Vorteile eines Biologisstudiums: Die darauf aufbauenden Berufe sind vielfältig, zukunftssicher, gut bezahlt und bieten großes Potential. 

Herausforderungen

Die Nachteile sind nicht zahlreich und lassen sich mit genug Engagement leicht vernachlässigen. Damit ist gemeint, dass das Studium oftmals sehr zeitaufwendig, technisch und theorielastig sein kann. Die Grundlagen müssen erst einmal erlernt werden, bevor man in die Praxis starten kann. Wer damit ein Problem hat, der sollte über ein Duales Studium nachdenken, da es dieses weitgehend löst, oder zumindest abschwächt. Dort werden praktisches Arbeiten und theoretischer Unterricht kombiniert. Für die verrichtete Arbeit wird man dann auch entlohnt. Mehr zum Dualen Studium findest Du hier:

Chemie

Das Chemiestudium ist sehr abwechslungsreich. Einerseits wird praktisch viel Laborarbeit gefordert, was sehr zeitaufwendig, aber auch interessant sein kann. Man sollte außerdem gute Kenntnisse in der Physik, Mathematik und dem Englischen haben, weil ein großer Teil der Fachliteratur in dieser Sprache gelesen werden muss. Man sollte zudem beachten, dass einige Universitäten einen gewissen Numerus Clausus verlangen, der aber von Jahr zu Jahr schwankt. Hier musst du dich jeweilig individuell informieren. Näheres zu den Zugangsvoraussetzungen erfährst du auf den Websites der Unis, die für dich in Betracht kommen. 

Studieninhalte

Die Kerninhalte eines Chemiestudiums sind die organische und anorganische Chemie, aber man muss sich auch mit Fächern wie Spektroskopie und Strukturchemie oder Physik befassen. Während sich die organische Chemie mit belebten Dingen befasst, werden bei der anorganischen die unbelebten Dinge wie Kunststoffe unter die Lupe genommen.

Berufsperspektiven

Als Absolvent kann man sich oft in der Pharmaindustrie oder in der Automobil-Industrie finden, wenn man Chemie nicht als Lehramt studierte. In diesem Fall wird man seinen Job als Chemielehrer an Gymnasien und Realschulen finden. Die Kosmetikindustrie oder Lebensmittelindustrie stellen ebenfalls Chemiker an. 

Weiterführendes Studium

Falls man sich dafür entscheidet einen Master noch dranzuhängen, sollte man sich auf sehr viel praxisorientierte Arbeit vorbereiten. Den Schwerpunkt des Masters kann man jedoch selbst bestimmen, womit man mit seinen Stärken und Schwächen spielen kann. In jedem Fall lohnt sich aber der Master. Er steigert die Gehaltsaussichten und ist Zugangsvoraussetzung für viele Führungspositionen.

Soll ich Chemie studieren?

Im Großen und Ganzen kann ein Chemiestudium sehr anstrengend und zeitaufwendig werden, aber wenn einem diese Naturwissenschaft liegt und man später damit arbeiten möchte, sollte man sich einschreiben. Lieber Zeit aufwenden, für etwas, was einem gefällt, als etwas zu tun, was man nicht mag.

Physik

Physik hat schon immer unser Leben bestimmt und auch vereinfacht. Alle prägenden Erfindungen beruhen auf den Gesetzen dieser Naturwissenschaft. Ein Studium in diesem Fach hat großes Potenzial für die Zukunft, wie alle anderen naturwissenschaftlichen Studiengänge auch. Die Physik bietet ein großes Spektrum an Ausrichtungen, beispielsweise von Atomphysik bis zur Bio- oder auch Geophysik. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, sich an Universitäten mit abstrakter Physik zu beschäftigen. Die andere Möglichkeit ist es an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften praxisorientiert zu lernen 

Grundvoraussetzungen für ein Physikstudium

  • Analytische Fähigkeiten
  • Belastungsfähigkeit
  • Naturwissenschaftliches Verständnis
  • Abstraktes Denken
  • Technikverständnis


Gymnasiale Mathematik und Physik ist außerdem zu beherrschen, falls man bedenkt den Schritt zu wagen. Darüber hinaus ist ein hohes Fremdsprachenniveau von Vorteil, aufgrund der meistens englischen Fachliteratur. Ohne gute Englischkenntnisse geht es auch, wird dann aber deutlich schwerer. Sprachkurse kann man aber auch an der Uni noch nebenbei vertiefen.

Studienaufbau

Ein Physikstudium an der Uni dauert meist 6 Semester. Damit hat man dann den „Bachelor of Science“ geschafft. Mit 4 zusätzlichen Semestern erlangt man den „Master of Science“. Immer vorausgesetzt: Es läuft alles perfekt. Der idealtypische Ablauf wird nämlich häufig nicht ganz eingehalten. Das gilt insbesondere, wenn auch Semester im Ausland verbracht werden. 

Der Bachelor setzt sich zusammen aus theoretischer Physik (Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik, Thermodynamik, Statistische Mechanik), experimenteller Physik (Mechanik, Schwingungen, Wellen, Akustik, Elektrizitätslehre, Magnetismus, Optik, Wärmelehre, Atomphysik, Kern- und Teilchenphysik) und Mathematik. Das Physikstudium soll ein sehr generalisiertes Spektrum an Wissen vermitteln. 

Trotzdem muss man später einen Schwerpunkt setzen. Folgende Bereiche stehen zur Auswahl: Informatik, Biologie, Chemie, Geophysik oder Meteorologie.

Bei manchen Studiengängen kann man sich vom Anfang an spezialisieren: Astrophysik, Biophysik, Bauphysik, Technische Physik.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Physik ein attraktives Studienfach mit guten Berufsaussichten ist. Naturwissenschaftliche Berufe werden zudem fast immer gut bezahlt. Von Forschung an der Uni, bis hin zu verschiedensten Arbeiten in der freien Wirtschaft bietet das Fach auch ein breites Spektrum an individuellen Berufsbildern. Was für dich das Richtige ist, wird sich wahrscheinlich aber erst während des Studiums herauskristallisieren. 

Fazit

Naturwissenschaftliche Studiengänge sind meist anspruchsvoll und zeitaufwendig. Im Studium gibt es aber grundsätzlich die Möglichkeit sich seine Zeit selbst einzuteilen. Das kann ein Vor- oder auch ein Nachteil sein, je nachdem wie selbstdiszipliniert man ist. Wer das Studium aber durchzieht hat in jedem Fall gute Berufschancen und die Aussicht auf ein gutes Gehalt. Beides steigt in naturwissenschaftlichen Fächern mit dem Grad des Abschlusses in vielen Fällen stark an. Je nach den eigenen Möglichkeiten, zahlt sich sogar ein Doktor stark aus.